Glossar

Assessment
Die Auswahl von Hochschulabsolventen durch Assessment Center, ist das Instrument in einem Personalauswahlverfahren, das unter mehreren Bewerbern diejenigen ermittelt, die den Anforderungen eines Unternehmens und einer zu besetzenden Stelle (am besten) entsprechen. Hierzu werden die Bewerber vor verschiedene Aufgaben gestellt - Simulationen, Rollenspiele, Tests und Fallstudien - und im Umgang mit diesen bewertet. Durch Beobachtung werden Rückschlüsse auf Kompetenzen, Persönlichkeitseigenschaften und Potenziale der Bewerber gezogen.
Assessment Center bieten die Möglichkeit, treffsichere Aussagen über die Eignung und die Potenziale von (potentiellen) Mitarbeiter/innen zu machen. Ursprünglich wurden AC s hauptsächlich für Führungspositionen im Management konzipiert. Mittlerweile werden Sie aber auch für die mittlere Führungsebene verwendet. Auch für die Förderung und Weiterentwicklung eigener Mitarbeiter werden Assessment Center gerne in Form sogenannter Development Center verwandt.

Potentialanalyse
Die Potenzialanalyse erfasst u. a. Wissen, Fähigkeiten, Motivation und Persönlichkeitsmerkmale einer Person. Aus den erfassten Merkmalen wird ein Potenzialprofil erstellt. Dieses wird den erforderten Anforderungen gegenübergestellt.
Persönlichkeits- und Intelligenztests können wichtige Daten liefern, auf deren Grundlage Potenzialanalysen vorgenommen werden können. In diesem Zusammenhang ist beispielsweise auf das Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung (Hossiep & Paschen, 2003) sowie auf den Bochumer Matrizentest (BOMAT, ein Intelligenztest) zu verweisen.
Zum Potenzial des Mitarbeiters gehören unter anderem folgende Merkmale:
1. Methodenkompetenz: betriebliche Zusammenhänge erfassen, Defizite erkennen und
    geeignete Lösungsvorschläge erarbeiten
2. Sozialkompetenz: Fähigkeit zum Umgang mit anderen Mitarbeitern
3. Fachkompetenz: Fähigkeit zu lösungsorientiertem Einsatz erlernten Wissens
    (z. B. Technologien, Verfahren, Sprachen)
4. Reflexionskompetenz: Fähigkeit, das eigene Handeln in unterschiedlichen
    Situationen kritisch zu analysieren und zu bewerten
5. Veränderungskompetenz: Fähigkeit zu flexibler Reaktion bei Veränderungen im
    Umfeld und Bereitschaft zu lebenslangem Lernen

Systemisches Coaching
Unter systemischem Coaching versteht man eine Kombination aus individueller, unterstützender Problembewältigung und persönlicher Beratung auf der Prozessebene für berufliche und private Themen. Coaching bedeutet stets die Hilfe zur Selbsthilfe und Selbstverantwortung. Es ist nicht die Aufgabe des Coachs, Ihre Probleme zu lösen. Das müssen Sie letztendlich immer selbst leisten. Der Coach unterstützt Sie vielmehr derart, dass sich Ihre Ressourcen möglichst optimal entwickeln können, damit sich Ihnen neue Wege und Möglichkeiten eröffnen und genutzt werden können.
Systemisches Coaching betrachtet (berufliches) Handeln kontextbezogen. D.h. zur Klärung Ihres Anliegens werden immer die verschiedenen Systeme (Unternehmen, Vorgesetzte, Mitarbeiter, Team, Kunden, Familie, etc.) mit berücksichtigt, in denen Sie leben und arbeiten. Ziel der systemischen Beratung ist, vorhandene Ressourcen zu stärken, Perspektiven zu wechseln oder neue Perspektiven zu eröffnen, um so Handlungsalternativen zu schaffen. Sie bestimmen, was Sie lernen möchten. Lernen ist kein rezeptives Aufnehmen, es ist aktives Gestalten. Um lernen zu können, brauchen Sie Angebote, keine Instruktionen. Die höchste Ebene des Lernens ist die Selbstreflexion. Hierzu leitet Sie der Coach an, in dem er stets darauf bedacht ist, dass Sie Ihr Verhalten in einem sinngebenden Zusammenhang reflektieren. Hierdurch wird gewährleistet, dass Sie selbst Einblick in Ihre Handlungsalternativen gewinnen.
Systemisches Coaching ist ein interaktiver Prozess. Der Coach ist für die Prozesssteuerung verantwortlich, Sie sind für das Ergebnis zuständig. Die Rolle des Coachs ist es Fragen zu stellen. Der Coach greift niemals selbst aktiv ein, um Ihnen das Problem abzunehmen. Vielmehr berät er Sie, wie Sie effektiver damit umgehen können. Durch das Fragenstellen wird gewährleistet, dass der Coach seine Prozessverantwortung übernimmt und Ihnen die Verantwortung für Verhaltensänderungen überlässt.